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4. Jahr: Erweiterung der Lehrstuhlpräsenz durch Pflichtvorlesung über "Programmieren im Großen", weitere Intensivierung industrieller Kooperationen

2005


Auch dieses Jahr war geprägt vom weiteren Ausbau des Lehrangebots und der industriellen Kooperationen sowie von der Erprobung der in der Forschung entwickelten Verfahren zur Unterstützung der modernen Softwareentwicklung.

Lehre

Das Lehrangebot, das sich an die Studiengänge Informatik, Wirtschaftsinformatik, Computational Engineering, Maschinenbau, Informations- und Kommunikationstechnik, Mechatronik, Elektrotechnik und Computerlinguistik richtet, wurde im Jahr 2005 auf das Informatik-Grundstudium erweitert. Zu diesem Zweck wurde am Lehrstuhl unter dem Namen "Softwaresysteme 3" eine neue Lehrveranstaltung konzipiert, die erstmalig die Studenten auf die besonderen Probleme der Programmierung im Großen aufmerksam macht und eine Auswahl softwaretechnischer Vorgehensweisen zu deren Überwindung ausführlich erläutert und beispielhaft illustriert.

Industrielle Kooperationen

Die bereits bestehenden industriellen Kontakte mit den Siemens-Bereichen Transportation Systems, Automation & Drives und Medical Solutions sowie mit afra GmbH, Omninet GmbH und Infoteam Software GmbH wurden intensiviert und um neue Kooperationen mit Siemens Audiologische Technik und mit Continental TEMIC ergänzt.

Die softwaretechnischen Fragestellungen, deren wissenschaftliche Untersuchungen anhand industrieller Anwendungen praxisnah umgesetzt wurden, betrafen u. a. folgende Themenkomplexe: automatische Testfallgenerierung, Verfolgbarkeit und Prüfbarkeit nichtfunktionaler Anforderungen sowie Verfahren zur Zuverlässigkeitsbewertung.

Wissenschaftliche Kooperationen

Die langjährigen wissenschaftlichen Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene konnten erfolgreich fortgesetzt, die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene um neue Kooperationen mit fränkischen Arbeitskreisen und Industriepartnern erweitert werden.

Internationale Kooperationen:
Auch dieses Jahr beteiligte sich der Lehrstuhl für Software Engineering in seiner koordinierenden Rolle im Rahmen des "European Workshop on Industrial Computer Systems" (EWICS) und des "European Network of Clubs for Reliability and Safety of Software-Based Systems" (ENCRESS) an der Ausrichtung der jährlich stattfindenden SAFECOMP-Tagungsreihe (24th International Conference on Computer Safety, Reliability and Security), die im September 2005 zahlreiche Teilnehmer aus Forschung und Industrie nach Fredrikstad zusammenbrachte.

Darüber hinaus kooperierte der Lehrstuhl für Software Engineering auch an der Gestaltung des "Diversity Day", der - organisiert vom European Workshop on Industrial Computer Systems (EWICS TC7) in Zusammenarbeit mit dem Centre for Software Reliability (CSR) - im Januar 2005 an der City University in London stattfand. Anläßlich dieses Workshops hatte der Lehrstuhl Gelegenheit, neue Forschungsergebnisse unter dem Titel Diversity Supporting Component Re-usage in a New Application Context zu präsentieren.

Auch anlässlich des Symposiums "Critical Infrastructure Protection" (CIP Europe 2005), das im Rahmen der Jahrestagung 2005 der Gesellschaft für Informatik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfand, war der Lehrstuhl für Software Engineering mit einem eingeladenen Vortrag zum Thema Convergence of Security, Safety and Critical Information Infrastructure Protection präsent.

Schließlich war es dem Lehrstuhl für Software Engineering eine Ehre, die Gastgeberrolle bei dem Summer Meeting des European Workshop on Industrial Computer Systems, Technical Committee on Reliability, Safety and Security (EWICS TC7) zu spielen, als dieser internationale Verein im Juli 2005 in Erlangen zusammentraf. Bei diesem Anlass wurde die Funktion der Lehrstuhlleitung als stellvertretende EWICS-Vorsitzende bestätigt.

Nationale Kooperationen:
Höhepunkt der Tätigkeit im Leitungsgremium des GI-Fachbereichs Sicherheit - Schutz und Zuverlässigkeit war 2005 die Organisation der zweiten Jahrestagung zum Thema Sicherheit, die im April 2005 in Regensburg stattfand und an der sich der Lehrstuhl - über die organisatorische Mitgestaltung hinaus - auch mit einem eigenen fachlichen Beitrag aktiv beteiligte.

Darüber hinaus wurde im Oktober 2005 eine Mitgliederversammlung der vom Lehrstuhl aus koordinierten GI-Fachgruppe ENCRESS ("European Network of Clubs in Reliability and Safety of Software-Intensive Systems") nach Erlangen einberufen, anläßlich derer die Sprecherfunktion der Lehrstuhlleitung erneuert wurde. Auch die Ausrichtung der Herbstsitzung des Leitungsgremiums des GI-Fachbereichs "Sicherheit", die im November 2005 in Erlangen stattfand, durfte der Lehrstuhl für Software Engineering als lokaler Gastgeber unterstützen.

Schließlich war der Lehrstuhl auch an der Mitgestaltung der Tagung "Software Engineering 2005" beteiligt, die an der Universität Duisburg-Essen, im März 2005 in Essen stattfand.

Regionale Kooperationen:
Auf regionaler Ebene wurde der Lehrstuhl eingeladen, zum Thema Statistisches Testen hochzuverlässiger Software anlässlich eines Treffens der ASQF-Fachgruppe "Software-Test" vorzutragen.

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