Design Patterns in i... Hauptseminar Softwar...

Software - Metriken

Prof. Dr. Francesca Saglietti, Dr.-Ing. Brigid Haworth

Seminar im Hauptstudium

"You cannot control what you cannot measure!"
[Tom De Marco]

Durch die zunehmende Komplexität und Verantwortung von Softwaresystemen wird es - wie in den klassischen Ingenieurdisziplinen auch im Software Engineering notwendig, relevante Attribute zu messen: Einerseits, um die erzielte Qualität einzustufen, andererseits, um frühzeitig Sicherheitsengpässe und Kosten- bzw. Zeitbedarf zu erkennen. Einen wichtigen Teil der bei der Softwareentwicklung ermittelbaren Kenngrößen bilden die Komplexitätsmetriken, die den Aufwand wiedergeben sollen, der für verschiedene menschliche Aufgaben im Zusammenhang mit Softwareprodukten zu erwarten ist - etwa zu: Entwicklung, Verständnis, Wiederverwendung, Veränderung, Testen, Beweisen, etc.

Das Seminar wird sich sowohl mit dem theoretischen Hintergrund als auch mit praktischen Erfahrungen und experimentellen Auswertungen unterschiedlicher Softwaremetriken befassen. Ziel der Veranstaltung ist eine korrekte Interpretation der ermittelten quantitativen Kenngrößen als signifikante Indikatoren für die Realisierung zentraler Prinzipien des modernen Software Engineering.
Folgende Themenbereiche werden behandelt:

  • Kriterien für die Definition von Messgrößen und die Auswahl von Metriken
  • Klassische Entwurfsmetriken: Kohäsion, Kopplung
  • Objekt-orientierte Entwurfsmetriken
  • Codemetriken: LOC, Software Science, McCabe
  • Kostenmodelle: Function Point Analysis, COCOMO
  • Prozessqualität, Prozessreife: GQM, CMM, SPICE
  • Messung von Zuverlässigkeitskenngrößen: Versagensrate, Verfügbarkeit
  • Anforderungsklassen nach Standards: DIN 19250, IEC 61508, MISRA Guidelines
  • Für den Erwerb eines Seminarscheins erwarten wir einen ca. dreiviertelstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion sowie eine schriftliche Ausfertigung des Vortrags (z. B. in Form der visuellen Präsentation).


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