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Studienarbeit

Erarbeitung von Kriterien und Indikatoren für das Design robuster Mensch-Maschine-Schnittstellen

 

Zusammenfassung

Ziel dieser Arbeit war es, Kriterien für die Gestaltung einer robusten Mensch-Maschine-Schnittstelle zu finden. Sobald diese identifiziert waren, wurden sie anhand einer selbst implementierten Anwendung mit Hilfe einiger Versuchspersonen getestet. Die Eigenschaften, die eine robuste Schnittstelle ausmachen, sind bereits in der ISO-Norm 9241, Teil 10 definiert worden. Diese Eigenschaften sind:

  1. Aufgabenangemessenheit
  2. Selbstbeschreibungsfähigkeit
  3. Steuerbarkeit
  4. Erwartungskonformität
  5. Fehlertoleranz
  6. Individualisierbarkeit
  7. Lernförderlichkeit.
Diese sieben Eigenschaften sollten für alle Schnittstellen gelten, insbesondere sowohl für textbasierte als auch für graphische Schnittstellen. Damit man beurteilen kann, ob diese Eigenschaften erfüllt sind, wurden Kriterien gesucht, anhand derer entschieden werden kann, ob diese Eigenschaften vorhanden sind. Zusätzlich gibt es noch einige Besonderheiten bei graphischen Oberflächen, die im darauf folgenden Abschnitt behandelt wurden. Zu diesen besonderen Gestaltungsmitteln zählen z.B.:
  1. der Einsatz von Farben
  2. der Einsatz von Schriften
  3. die Gestaltung von Formularen
  4. die Gestaltung von Menüs
  5. die Gestaltung von Radio-Buttons und Check-Boxen.
Auch für diese Gestaltungselemente wurden Kriterien gesucht, die bei dem Einsatz dieser Elemente beachtet werden sollten. Im anschließenden praktischen Teil der Arbeit wurde dann eine Anwendung implementiert. Anhand dieser wurde ein Versuch mit einigen Testpersonen durchgeführt, um festzustellen, in wieweit die erarbeiteten Kriterien aus dem ersten Teil die Benutzbarkeit einer Schnittstelle beeinflussten. Die Anwendung bestand aus einem Adressbuch, wobei der Schwerpunkt dieser Anwendung nicht auf der Komplexität der Funktionalität lag, sondern vielmehr darauf, die Anwendung konfigurierbar und erweiterbar zu gestalten. Die Anwendung war so aufgebaut, dass je nach verwendeter Konfigurationsdatei, mit der die Anwendung gestartet wurde, dem Benutzer unterschiedliche Schnittstellen angeboten wurden, die jeweils verschiedene Kriterien aus dem ersten Teil der Arbeit testeten. Im Versuch sollten die Testpersonen mit einer der Varianten eine ihnen vorgegebene Aufgabenstellung bewältigen, und ihre Arbeitsweise wurde mitprotokolliert. Anhand dieser Protokollierung wurde ausgewertet, mit welcher Konfiguration der Anwendung die Versuchspersonen am besten arbeiten konnten, und so konnte darauf geschlossen werden, wie sich die Verletzung einzelner Kriterien auf die Benutzbarkeit der Anwendung ausgewirkt hatte. Als Resultat des Versuchs stellte sich heraus, dass die Durchbrechung einzelner Kriterien die Benutzbarkeit der Benutzerschnittstelle massiv beeinflusste, während das Durchbrechen anderer Kriterien geringere Auswirkungen hatte.

Bearbeiter: Claudia Schieber

Betreuer: Dipl.-Math. Jens Palluch